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Donnerstag, 3. Mai 2012

The Streets of the Invisibles

Remo Rauscher | 10:00 min | Experimentell



Die Ermittler aus "Steets of San Francisco" irren durch Google Maps.

Die bekannte Kriminalserie der 70er wird ihrer Bilder entledigt. Der Ton, neu kombiniert mit den Bildern von Google Maps, Street View und Google Earth. Die Suche nach dem Mann mit dem Moustache stellt Fragen zur Identität und der Beziehung von Bild und Ton.

"The Streets of the Invisbles" ist Remo Rauschers Diplomfilm an der Universität für Angewandte Wissenschaften Hagenberg. Rauscher arbeitet mit Found Footage - einerseits mit dem Ton der 70er Serie "The Streets of San Francisco" mit Karl Malden & Michael Douglas. Dies kombiniert er mit den Bildern, die uns Google von unserer Umwelt liefert. Bilder auf denen die Menschen unkenntlich gemacht und hinter den Verpixelungen Unsichtbar bleiben - ganz so wie die beiden Ermittler, von denen wir nur die Stimmen zu hören bekommen.

Die Auflösungen, denen diese Bilder ausgesetzt sind, werden deutlich - in der Jagd nach einem Verbrecher in der Großstadt (die hier eine Kombination aus verschiedenen Großstädten ist). Die Ordnung, der Grid, der unter diesen Bilder liegt, kommt ins Wanken. Doch, wie es sich für eine Krimiserie (insbesondere der 70er) gehört - wird diese Ordnung wieder hergestellt werden müssen. Genauso wie der Glaube daran, dass aus Fehlern zu lernen ist, siegen wird.

Donnerstag, 12. April 2012

Nun sehen Sie Folgendes

Erik Schmitt und Stefan Müller | 4:48 min | Spielfilm



Ein Film über einen Helden, einen Bösewicht, eine wartende Großmutter und ein schönes Mädchen. Und ein Film über das Filmemachen.

In diesem Film sieht man Folgendes:
Einen schwarzen Hintergrund und mehrere Nahaufnahmen. Einen netten jungen Mann, einen nicht ganz so netten älteren Mann mit Schnauzbart, eine verführerische Schöne und eine Großmutter, die bei Kaffee und Kuchen auf ihren Enkel wartet. Doch möglicherweise wartet sie umsonst.


Film im Film - damit befassen sich einige filmische Werke, doch selten wird die Thematik des Films und Filmemachen so charmant umgesetzt, wie in diesem Beispiel. Es geht um die kleinen Fehler beim Filmemachen, aber auch um die Konventionen, die die Rezeption von Filmen beim seherfahrenen Publikum begleiten. Ein dynamischer Filmkurs in nicht einmal fünf Minuten auf den Punkt gebracht! 2011 gewann der independent produzierte Film beim Kurzfilmpreis Gold in der Kategorie der Filme bis sieben Minuten.

Erik Schmitt studierte Kommunikationswissenschaft und begann ab 2007 als freiberuflicher Regisseur zu arbeiten. Stefan Müller studierte Visuelle Kommunikation. Mit seinem Film-Kumpel Erik gründete er 2010 "Kamerapferd", unter welchem Label die beiden weiterhin Filme machen.

Sonntag, 11. Dezember 2011

Dentophobia

Christoph Heimer | 7:12 min | Spielfilm



Die Angst vor dem Zahnarzt - heute: spielerisch erzählt.

Wer kennt es nicht, das Zusammenziehen des Magens, wenn man diesen Geruch des Wartezimmers in die Nase bekommt. Die Angst vor dem Zahnarzt ist über alle Gesellschaftsschichten ein gleichermaßen verbreitetes Phänomen. Klar, man kennt die Geschichten von früher, als die Zahnärzte noch umgeschulte Metzger waren und ihr Arbeitswerkzeug aus dem Baumarkt kam. Heute hat sich vieles geändert, aber das Gefühl ist gleich geblieben, vielleicht ist es einfach befremdlich, die Hände fremder Menschen im Mund zu haben.

Christoph Heimer nimmt sich dieses Themas an, ohne es wirklich zu behandeln. In seinem kurzweiligen Feuerwerk Dentophobia spielt er die Klaviatur des Filmemachens mit beachtlicher Präzision, vorallem, wenn man bedenkt, dass es sich hierbei um seinen Bewerbungsfilm für die Filmhochschule gehandelt hat. In Ludwigsburg hat es dann, verdientermaßen, auch geklappt mit der Aufnahme.



Im Internet hat Dentophobia im Laufe der Zeit eine große Bekannt- und Beliebtheit erlangt, allein auf Youtube ist das Video mehr als 20.000 mal angesehen worden.