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Montag, 3. September 2012

You and Me

Karsten Krause | 3:52 min | Found Footage



Eine Frau läuft auf die Kamera ihres Mannes zu - über vier Jahrzehnte.

Aus den 8mm Filmen seines Großvaters hat Karten Krause diesen Film über Beziehungen.

Laut einem Interview suchte Karsten Krause nach einem wiederkehrenden Motiv in den alten Filmen von seinem Großvater. Er fand es in dem Bild der Frau, die auf ihren Mann zuläuft. In Verbindung mit einem Gedicht von e. e. cummings enstand diese Reflexion über die Liebe und schaffte es damit auf zahlreiche Festivals.

Karsten nahm das selbe Motiv wieder für seinen neuesten Film "The Photographer's Wife" auf, der derzeit auf Festivaltournee ist.


Donnerstag, 21. Juni 2012

Valter und die Armen

Anton Wenzel | 14:00 min | Essayfilm



Ein Essay über unfertige Filme, mazedonische Roma und Armutsporno.

Das Material eines nie vollendeten Filmes: Der Mazedonier Valter führt die Filmemacher wie ein Reiseführer durch die ärmlichen Verhältnisse des Dorfes und immer ist die Kamera dabei.

Welcher Filmemacher kennt das nicht? Irgendwo in einer Schublade liegt das Material eines nie vollendeten Filmes. Vielleicht hat sich gezeigt, dass das Material nicht ausgereichte, der Wille oder die Möglichkeit weiterzudrehen gefehlt, oder der Schnitt wurde zu einer Sisyphos-Arbeit. Anton Wenzel nahm das Material seiner Kommilitonen die auf Mazedonien gedreht hatten und das Material alber selbst nie verwendeten. So entstand "Valter und die Armen". Hier geht es nicht nur ums Filmemachen, das Inszenieren von Realität, auch mit der Frage des Slumtourismus (bei dem es auch immer zwei Seiten gibt) beschäftigt sich Anton. Valter, der Guide, betont immer wieder: "Er lebt sozial, 30 Euro" und arrangiert die Roma fürs Gruppenbild.

Wirklich beeindruckt hat mich das Ende, welches Anton für seinen Film gefunden hat: Wenn auf einer traditionellen Hochzeit die Geldscheine fliegen, stellen diese Bilder mit einem Mal alles in Frage, was wir vorher zu glauben wussten.

Anton hat vor kurzem das Studium des Kommunikationsdesigns mit dem Schwerpunkt Film/Video in Stuttgart an der Merz Akademie beendet, in dessen Rahmen auch der "Valter und die Armen" entstanden ist. Der gebürtiger Kölner lebt jetzt wieder in Köln und arbeitet nun an seinem ersten Langfilm.

Donnerstag, 3. Mai 2012

The Streets of the Invisibles

Remo Rauscher | 10:00 min | Experimentell



Die Ermittler aus "Steets of San Francisco" irren durch Google Maps.

Die bekannte Kriminalserie der 70er wird ihrer Bilder entledigt. Der Ton, neu kombiniert mit den Bildern von Google Maps, Street View und Google Earth. Die Suche nach dem Mann mit dem Moustache stellt Fragen zur Identität und der Beziehung von Bild und Ton.

"The Streets of the Invisbles" ist Remo Rauschers Diplomfilm an der Universität für Angewandte Wissenschaften Hagenberg. Rauscher arbeitet mit Found Footage - einerseits mit dem Ton der 70er Serie "The Streets of San Francisco" mit Karl Malden & Michael Douglas. Dies kombiniert er mit den Bildern, die uns Google von unserer Umwelt liefert. Bilder auf denen die Menschen unkenntlich gemacht und hinter den Verpixelungen Unsichtbar bleiben - ganz so wie die beiden Ermittler, von denen wir nur die Stimmen zu hören bekommen.

Die Auflösungen, denen diese Bilder ausgesetzt sind, werden deutlich - in der Jagd nach einem Verbrecher in der Großstadt (die hier eine Kombination aus verschiedenen Großstädten ist). Die Ordnung, der Grid, der unter diesen Bilder liegt, kommt ins Wanken. Doch, wie es sich für eine Krimiserie (insbesondere der 70er) gehört - wird diese Ordnung wieder hergestellt werden müssen. Genauso wie der Glaube daran, dass aus Fehlern zu lernen ist, siegen wird.