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Donnerstag, 18. Juli 2013

Das Heimweh der Feldforscher

Robert Gwisdek | 15 min | Experimental


A, V und L wollen zurück, doch D kann nicht mit. Er hat ein B in seinem M.

Robert Gwisdek hat viele Talente - neben seiner Arbeit als Schauspieler und der Musik (Käptn Peng und die Tentakel von Delphi) macht er auch Independent Filme mit dem Label Kreisfilm.

In "Das Heimweh der Feldforscher" inszeniert Gwisdek einen kafkaesken Science Fiction Film über die vier Feldforscher A, V, D und L, die versuchen nach Hause zurückzukehren.
Der Film lebt von einer besonderen Atmosphäre und Körperlichkeit - die vor allem die Tänzerin Anna-Luise Recke zur Perfektion bringt. Aber auch die anderen sind toll.
Achja, die Klangwelt stammt von Roberts Bruder Hannes.

Ansonsten bleibt nur zu sagen, dass es immer schön ist, etwas Neues von Robert zu sehen, weil das, was er macht, eigentlich immer was hat.

Montag, 3. September 2012

You and Me

Karsten Krause | 3:52 min | Found Footage



Eine Frau läuft auf die Kamera ihres Mannes zu - über vier Jahrzehnte.

Aus den 8mm Filmen seines Großvaters hat Karten Krause diesen Film über Beziehungen.

Laut einem Interview suchte Karsten Krause nach einem wiederkehrenden Motiv in den alten Filmen von seinem Großvater. Er fand es in dem Bild der Frau, die auf ihren Mann zuläuft. In Verbindung mit einem Gedicht von e. e. cummings enstand diese Reflexion über die Liebe und schaffte es damit auf zahlreiche Festivals.

Karsten nahm das selbe Motiv wieder für seinen neuesten Film "The Photographer's Wife" auf, der derzeit auf Festivaltournee ist.


Donnerstag, 3. Mai 2012

The Streets of the Invisibles

Remo Rauscher | 10:00 min | Experimentell



Die Ermittler aus "Steets of San Francisco" irren durch Google Maps.

Die bekannte Kriminalserie der 70er wird ihrer Bilder entledigt. Der Ton, neu kombiniert mit den Bildern von Google Maps, Street View und Google Earth. Die Suche nach dem Mann mit dem Moustache stellt Fragen zur Identität und der Beziehung von Bild und Ton.

"The Streets of the Invisbles" ist Remo Rauschers Diplomfilm an der Universität für Angewandte Wissenschaften Hagenberg. Rauscher arbeitet mit Found Footage - einerseits mit dem Ton der 70er Serie "The Streets of San Francisco" mit Karl Malden & Michael Douglas. Dies kombiniert er mit den Bildern, die uns Google von unserer Umwelt liefert. Bilder auf denen die Menschen unkenntlich gemacht und hinter den Verpixelungen Unsichtbar bleiben - ganz so wie die beiden Ermittler, von denen wir nur die Stimmen zu hören bekommen.

Die Auflösungen, denen diese Bilder ausgesetzt sind, werden deutlich - in der Jagd nach einem Verbrecher in der Großstadt (die hier eine Kombination aus verschiedenen Großstädten ist). Die Ordnung, der Grid, der unter diesen Bilder liegt, kommt ins Wanken. Doch, wie es sich für eine Krimiserie (insbesondere der 70er) gehört - wird diese Ordnung wieder hergestellt werden müssen. Genauso wie der Glaube daran, dass aus Fehlern zu lernen ist, siegen wird.