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Donnerstag, 10. Juli 2014

Wind

Robert Löbel | 3:49 min | Animation


Wind. Was passiert, wenn er einmal nicht mehr bläst?

Eine Welt die sich auf einen konstanten Wind eingestellt hat:, so kann man alleine Tischtennis spielen und seinen Hund einfach mal in den Wind hängen.

Es ist die liebevolle Animation, die kleinen Ideen und das präzise Timing, die Robert Löbls "Wind" zu recht zu einem Festivalerfolg haben werden lassen. Das Vorher-Nachher von kleinen Szenen ist unterhaltsam und für seine kürze durchaus Tiefsinnig. Er zeigt wie sehr gerade der Mensch (oder was diese Wesen auch sind) doch fähig ist, sich seiner Umgebung anzupassen - und wie sehr wir aus dem Tritt kommen, wenn mal alles nicht wie gewohnt ist. Doch zum Glück ist dies ja nur ein Atemholen, bevor es weitergeht wie gewohnt...

Donnerstag, 13. Juni 2013

Not about us

Michael Frei | 3:37 min | Animation


Schwarz und Weiß, Mann und Frau - eine Animation in Gegensätzen.

Schattenfiguren, Doppelgänger - verschwinden, tauchen wieder auf. Die Figuren spiegeln sich, tauchen ineinander ein, doch berühren sie sich?

Michael Frei ist ein stringent animierter Kurzfilm gelungen, der sich nur schwer in Worte fassen lässt (sind das nicht die besten Filme?). Die vierminütige Animation des Schweizers entstand im Austausch an der Estnischen Kunstakademie und lief auf zahlreichen Festivals. Mehr Filme von Michael sind auf seiner Website zu finden.

Not About Us from Michael Frei on Vimeo.

Mittwoch, 28. November 2012

Rotkäppchen

Markus Häfliger | 2:41 min | Animation


Geht ein Mädchen in den Wald... 

Das klassische Märchen komprimiert erzählt.

Man sagt, dass im Grunde alle Geschichten schon erzählt sind. Wie man das Wissen um bekannte Geschichte ausnutzt um sie mit minimalistischen Mittlen zu erzählen, zeigt Markus Häfliger in seinem Film "Rotkäppchen." Der aus der Schweiz stammende Markus Häfliger studierte Design an der Willem de Kooning Academie in Rotterdam. Auf seiner Website sind noch weitere Filme zu finden.


Donnerstag, 6. September 2012

How the wild things are

Florian Bauman | 0:47 min | Animation



Fressen und gefressen werden.

Der Kreislauf des Lebens - in 47 Sekunden.

Viele Worte sollen hier nicht verloren werden. Schön animiert, Ratatat sorgt für den richtigen Soundtrack. Derzeit läuft "How the wild things are" in den Berliner U-Bahnen im Rahmen des Going Underground Festivals. Sämtliche Beiträge finden sich hier.

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Dienstag, 7. August 2012

Funfactory

Chino Rubio | 2:27 min | Spielfilm


Kiezgeschichte, Meta-Film & Cyborgs - was will man mehr?

Produzent und Schauspieler unterhalten sich über ein geplantes Projekt: ein Film in dem Cyborgs Neukölln aufmischen.

Prominent besetzt (Kida Ramadan, Florian Lukas und Oktay Özdemir), nicht unbedingt tiefsinnig, aber kurzweilig, sollen hier nicht viele Worte verloren werden über den Film von Chino Rubio, der in einem Drehtag entstand. Funfactory wirkt ein bisschen, wie ein Film, zu dem die Idee über ein paar Bier entstanden ist - doch gerade das macht ja seinen Charme aus. Dabei kann sich die Umsetzung durchaussehen lassen - und gerade in dieser Kombination gewinnt der Film. Und wie man einen Cyborg zum Lachen bringt, lernt man dabei auch noch.

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Mittwoch, 27. Juni 2012

L.H.O.

Jan Zabeil & Kristof Kannegießer | 3:25 min | Spielfilm



Manchmal können kleine Dinge große Auswirkungen haben.

Eine Abstellkammer in Texas und ein Mann, der verzweifelt versucht, ein Regal vom Einsturz abzuhalten - wenn das mal gut geht...

L.H.O. ist ein typischer vertreter des sog. kurzen Kurzfilms. Zielsicher arbeiten Jan Zabeil & Kristof Kannegießer auf die finale Pointe hin. So klärt sich auch am Ende der zunächst kryptisch anmutende Titel des Filmes. Manch ein Regisseur braucht drei Stunden um die Ereignisse um dieses historische Event zu klären, Jan & Kristof in ihrem an der HFF Postdam entstanden Film gerade mal drei Minuten.

Film abspielen
(Sorry für die etwas ungewöhnliche Einbettung. Falls dieser Link nicht funktionieren sollte, lässt sich der Film auf der Seite der Filmemacher abrufen.

Mittwoch, 13. Juni 2012

Joy of Destruction

Laura Junger & Xaver Xylophon | 1:41 min | Animation



Crash! Boom! Bang!

Einstürzende Neubauten, zerplatzte Blasen, zerrissene Teddybären - in "Joy Of Destruction" geht einfach mal alles vor die Hunde... - und das macht auch noch Spaß!

Die Faszination mit Zerstörung scheint dem Menschen innezuwohnen. Von dem Moment an, wo wir das erste Mal den Turm aus Holzklötzchen umstoßen begleitet sie uns. Und manche Regisseure machen seit Jahren Filme deren einzige Grundlage für ihre Filme die Idee der Materialschlacht zu sein scheint.

Laura und Xaver schaffen in ihrem Kurzfilm ein liebevoll animiertes Kompendium der Zerstörung. Das geht nun eben von der individuellen Freude an dem kurzen Moment der Entropiesteigerung, über die Macht Vernichtung hin zur Faszination an dem Bösen, wie etwa einer Figur wie Mackie Messer.

Sonntag, 13. Mai 2012

As Life Found You

Dietrich Brüggemann | 04:07 min | Musikvideo


Ein Musikvideo erzählt Geschichten aus dem Leben. Auf Umzugskisten.

Boy meets Girl - und das ist ja heutzutage bekanntlich nicht so einfach. Die emanzipierte Frau, die Krise des Mannes. Haben die Schwulen eigentlich dieselben Probleme? Und letzten Endes wollen doch eigentlich alle trotzdem denjenigen Menschen finden, mit dem man es aushält bis zum Schluss. Dazu gibt's gute Musik.

Das Musikvideo zu Tim Neuhaus' "As Life Found You" entstand 2011 unter der Regie von Dietrich Brüggemann. Tim Neuhaus, der inzwischen beim Independent-Label Grand Hotel van Cleef unter Vertrag ist, war übrigens auch mal Schlagzeuger bei der Blue Man Group, bevor er seine Solokarriere startete. Zuletzt war er gemeinsam mit An Horse auf Deutschland-Tournee.

Eine gute Idee, Dietrich Brüggemann mit der Konzeption des Musikvideos zu beauftragen, denn der ist ja eine der großen Hoffnungen unter Deutschlands Nachwuchs-Regisseuren. Nach dem Erfolg von "Renn Wenn Du Kannst" wird sein neuer Kinofilm "Drei Zimmer Küche Bad" gespannt erwartet. Brüggemann hat von 2000 bis 2006 an der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" in Potsdam studiert und arbeitet schon länger im Team mit seiner Schwester, der Schauspielerin Anna Brüggemann zusammen. Auf seiner Homepage http://d-trick.de/ findet man einige weitere Musikvideos, Fotografien, ein Blog und die neuesten Infos zu Brüggemanns Filmprojekten.

Donnerstag, 12. April 2012

Nun sehen Sie Folgendes

Erik Schmitt und Stefan Müller | 4:48 min | Spielfilm



Ein Film über einen Helden, einen Bösewicht, eine wartende Großmutter und ein schönes Mädchen. Und ein Film über das Filmemachen.

In diesem Film sieht man Folgendes:
Einen schwarzen Hintergrund und mehrere Nahaufnahmen. Einen netten jungen Mann, einen nicht ganz so netten älteren Mann mit Schnauzbart, eine verführerische Schöne und eine Großmutter, die bei Kaffee und Kuchen auf ihren Enkel wartet. Doch möglicherweise wartet sie umsonst.


Film im Film - damit befassen sich einige filmische Werke, doch selten wird die Thematik des Films und Filmemachen so charmant umgesetzt, wie in diesem Beispiel. Es geht um die kleinen Fehler beim Filmemachen, aber auch um die Konventionen, die die Rezeption von Filmen beim seherfahrenen Publikum begleiten. Ein dynamischer Filmkurs in nicht einmal fünf Minuten auf den Punkt gebracht! 2011 gewann der independent produzierte Film beim Kurzfilmpreis Gold in der Kategorie der Filme bis sieben Minuten.

Erik Schmitt studierte Kommunikationswissenschaft und begann ab 2007 als freiberuflicher Regisseur zu arbeiten. Stefan Müller studierte Visuelle Kommunikation. Mit seinem Film-Kumpel Erik gründete er 2010 "Kamerapferd", unter welchem Label die beiden weiterhin Filme machen.

Freitag, 17. Februar 2012

How are you?

Moritz Oberholzer | 4:12 min | Spielfilm


Ein Mädchen, allein im fernen London, telefoniert mit seiner Mutter. Eine Reise durch ein ganzes Leben.

Die Anrufe der Mutter, die einen in jede neue Stadt begleiten, die einen jeden neuen Schritt in oft zu kurzen und lieblos dahingenuschelten Sätzen beschreiben lassen, portraitiert Filmemacher Moritz Oberholzer hier in einer ästhetisch ganz besonders ansprechenden Bilderflut. Aber es ist eben nicht das lustlose aufzählen von Neuigkeiten, das uns hier ganz nah an die Hauptfigur heranführt, sondern der dezent gesetzte Stolz über das eigene Leben, das in der Beschreibung doch mehr und mehr von der Realität abzuweichen beginnt. Der Film lässt den Zuschauer nachdenklich zurück. War das klischiert? Oder innovativ? Vielleicht ein bisschen von beidem, aber es ist auf jeden Fall sehenswert.

Moritz Oberholzer drehte "How are you?" als Bewerbungsfilm für die Züricher Hochschule der Künste, an der er mittlerweile studiert. In seinem Londoner Auslandsjahr drehte er zahlreiche kleinere Filme, darunter auch "How are you?", den er alleine mit seiner damaligen französischen Mitbewohnerin umsetzte. Momentan arbeitet Moritz an einem Mockumentary-Stoff, den er im Rahmen seines Studiums umsetzen möchte.

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Placebus

Michael Binz | 4:15 min | Dokumentation



Die Beschreibung einer Alltagssituation - in ihrer Kürze konzentriert erzählt und doch bezugreich.

Die Bewohnerinnen eines Altersheims warten auf den Bus. Die Wartezeit vertreiben sie sich mit einem Gespräch oder dem Singen eines Liedes. Und sollte der Bus einmal ausfallen, so nehmen sie eben den nächsten.

"Placebus" war Michaels Vordiplom an der KHM und gleichzeitig auch sein erster Kurzfilm. Für den Dreh auf 16mm standen gerade einmal zwei Rollen Film zur Verfügung. Doch aus der Not macht "Placebus" eine Tugend, in dem er sich auf das Wesentliche konzentriert und in einer - gerade für den Dokumenatrfilm - ungewohnten Kürze erzählt.

Die abschließende Texttafel, mag gefallen oder auch nicht -  sie kontextualisiert das Vorangegangene, was sicherlich für Zuschauer, die von dieser Art von Bushaltestellen zuvor nichts wussten, hilfreich ist. Dennoch gelingt es "Placebus" sich einem schwierigen Thema mit einer gewissen Leichtigkeit zu nähern.



Nach dem Umbruch gibt es als Bonusmaterial noch ein Interview mit Michael zu seinem Film vom diesjährigen Kurzfilmfestival Köln Unlimited, bei dem er unter anderem erzählt wie unterschiedlich die Reaktionen zu seinem Film ausgefallen sind.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Loom

Jan Bitzer, Ilija Brunck, Csaba Letay | 5:20 min | Animation



"Loom" ist ein beeindruckend detailgetreu animierter CGI-Film. Eine einfache Idee, die aber visuell und soundmäßig so atmosphärisch und dicht umgesetzt ist, dass sie (auch) den Zuschauer einfängt.

Ein gücklicher Fang, ein Überlebenskampf, das Gesetz der Natur - in "Loom" findet sich im Kleinen das Große wieder

1 Jahr arbeiteten Jan Bitzer, Ilija Brunck, Csaba Letay, die an der Filmakademie Baden-Württemberg studieren an der Realisierung des Animationsfilms. Dabei gelang es ihnen Bilder zu kreieren, die gleichzeitig Ekel wecken und wunderschön sind.
Unter dem Namen Polynoid produzieren die Macher seit 2007 Filme. "Loom" feierte zahlreiche Festivalerfolge, unter anderem beim Sehsüchte Festival in Potsdam, auf dem Monterrey International Film Festival und auf dem Eksjö Animation Festival.



Zuletzt haben die fünf Filmemacher von Polynoid mit ihrem Beitrag "Rebird" an dem Kooperationsprojekt "Resonance" mitgewirkt - auf der Suche nach dem Zusammenhang von Sound und Geometrie.