Ein Schornsteinfeger auf der Suche nach sich selbst - in den Wohnungen anderer Leute.
"Schwarzherz" erzählt von der Zerrissenheit des Schornsteinfegers Marvin, der nicht weiß, wo er so wirklich hingehört. Verspottet vom Vater und verstoßen von der Geliebten lebt er in seiner eigenen dunklen Welt, in der sich Traum und Wirklichkeit zu vermischen scheinen.
Ein ungewöhnliches Setting, eine spannende Hauptfigur und die schauspielerische Leistung des Hauptdarstellers Gerdy Zint sind es was "Schwarzherz" ausmachen. Auch die surrealen Elemente tragen dazu bei, dass "Schwarzherz" einen Ton findet, der ihn aus der Masse der deutschen Kurzspielfilme heraus hebt.
Ulrich Fleischer und Stefan Engelbert | 14:04 min | Animation
Im Kühlschrank zwischen den Milchtüten schlüpft etwas aus dem Ei. Sieht aus wie Hackfleisch. Die Aubergine hat's zuerst gesehen, doch ehe sie sich versieht, wird sie von dem Wesen angefallen.
In ein neues Milieu verlegt, wird eine alte Geschichte noch einmal neu erzählt und ist dabei eine einfallsreiche Hommage an einen der beliebtesten Science Fiction-Klassiker. Banane, Maiskolben und Tomate schlüpfen hier in die Rolle der furchtlosen Crew, die versucht, sich bis zum Letzten zu verteidigen. Doch das Monster aus dem Kühlschrank wird immer größer und bald gibt es kein Entrinnen mehr. Außer vielleicht für die Kartoffel.
X-Mess ist einer der Klassiker des Animationsfilms, den sich Genrefans immer wieder gerne ansehen. Der Film entstand in der Zusammenarbeit zwischen Ulrich Fleischer und Stefan Engelbert, die beide an der KHM in Köln studierten. Die Kameraarbeit stammt von Stefan, die Regie von Ulrich, außerdem haben die beiden auch die Banane und den Lauch gesprochen.
Für den Dreh wurde ein Kühlschrank in Großformat nachgebaut, wobei am Set-Design mehrere zig Leute beteiligt waren. Gedreht wurde X-Mess Legenden zufolge mit einer 60 Euro "teuren" Mini-Überwachungskamera. Produziert wurde die Gemüse-Parodie 2007 unter dem Label Peniblo Brothers, unter dem Engelbert und Fleischer einige Jahre lang Kurzfilme und Auftragsarbeiten produzierten.
Unter www.aengel.eu kann man sich weitere Kurzfilme und Music-Clips der Peniblo Brothers ansehen.
Die Beschreibung einer Alltagssituation - in ihrer Kürze konzentriert erzählt und doch bezugreich.
Die Bewohnerinnen eines Altersheims warten auf den Bus. Die Wartezeit vertreiben sie sich mit einem Gespräch oder dem Singen eines Liedes. Und sollte der Bus einmal ausfallen, so nehmen sie eben den nächsten.
"Placebus" war Michaels Vordiplom an der KHM und gleichzeitig auch sein erster Kurzfilm. Für den Dreh auf 16mm standen gerade einmal zwei Rollen Film zur Verfügung. Doch aus der Not macht "Placebus" eine Tugend, in dem er sich auf das Wesentliche konzentriert und in einer - gerade für den Dokumenatrfilm - ungewohnten Kürze erzählt.
Die abschließende Texttafel, mag gefallen oder auch nicht - sie kontextualisiert das Vorangegangene, was sicherlich für Zuschauer, die von dieser Art von Bushaltestellen zuvor nichts wussten, hilfreich ist. Dennoch gelingt es "Placebus" sich einem schwierigen Thema mit einer gewissen Leichtigkeit zu nähern.
Nach dem Umbruch gibt es als Bonusmaterial noch ein Interview mit Michael zu seinem Film vom diesjährigen Kurzfilmfestival Köln Unlimited, bei dem er unter anderem erzählt wie unterschiedlich die Reaktionen zu seinem Film ausgefallen sind.