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Mittwoch, 21. März 2012

Kommt ein Sonnenstrahl in die Tiefkühlabteilung und weicht alles auf

Lisa Weber | 8:24 min | Spielfilm



Ein älteres Ehepaar an einem ganz normalen Tag?

Der alltägliche Kampf mit der Kaffeemaschine, das gemeinsame Fernsehschauen und das Turnen im Garten - das beschreibt "Kommt ein Sonnenstrahl..." und stellt dabei intelligent die Frage, wie sich einschneidende Erlebnisse auf unseren Alltag auswirken.

Dies ist gleich eine doppelte Premiere für den Kurzfilm Kanon: endlich einmal ein Film einer Filmemacherin und gleichzeitig der erste österreichische Beitrag. Lisa Weber schaffte mit diesem Bewerbungsfilm nicht nur den Sprung an die Filmakademie Wien sondern auch gleich zu den Kurzfilmtagen Oberhausen und gewann obendrein noch den Österreichischen Kurzfilmpreis. Für den Film castete Lisa Weber ihre Großeltern - etwas, was sich sicherlich in der liebevollen Betrachtung und auch in dem Miteinander der Beiden sichtbar wird.



Hier noch ein kurzes Statement der Regisseurin zu ihrem Film bei arte.

Freitag, 17. Februar 2012

How are you?

Moritz Oberholzer | 4:12 min | Spielfilm


Ein Mädchen, allein im fernen London, telefoniert mit seiner Mutter. Eine Reise durch ein ganzes Leben.

Die Anrufe der Mutter, die einen in jede neue Stadt begleiten, die einen jeden neuen Schritt in oft zu kurzen und lieblos dahingenuschelten Sätzen beschreiben lassen, portraitiert Filmemacher Moritz Oberholzer hier in einer ästhetisch ganz besonders ansprechenden Bilderflut. Aber es ist eben nicht das lustlose aufzählen von Neuigkeiten, das uns hier ganz nah an die Hauptfigur heranführt, sondern der dezent gesetzte Stolz über das eigene Leben, das in der Beschreibung doch mehr und mehr von der Realität abzuweichen beginnt. Der Film lässt den Zuschauer nachdenklich zurück. War das klischiert? Oder innovativ? Vielleicht ein bisschen von beidem, aber es ist auf jeden Fall sehenswert.

Moritz Oberholzer drehte "How are you?" als Bewerbungsfilm für die Züricher Hochschule der Künste, an der er mittlerweile studiert. In seinem Londoner Auslandsjahr drehte er zahlreiche kleinere Filme, darunter auch "How are you?", den er alleine mit seiner damaligen französischen Mitbewohnerin umsetzte. Momentan arbeitet Moritz an einem Mockumentary-Stoff, den er im Rahmen seines Studiums umsetzen möchte.

Sonntag, 11. Dezember 2011

Dentophobia

Christoph Heimer | 7:12 min | Spielfilm



Die Angst vor dem Zahnarzt - heute: spielerisch erzählt.

Wer kennt es nicht, das Zusammenziehen des Magens, wenn man diesen Geruch des Wartezimmers in die Nase bekommt. Die Angst vor dem Zahnarzt ist über alle Gesellschaftsschichten ein gleichermaßen verbreitetes Phänomen. Klar, man kennt die Geschichten von früher, als die Zahnärzte noch umgeschulte Metzger waren und ihr Arbeitswerkzeug aus dem Baumarkt kam. Heute hat sich vieles geändert, aber das Gefühl ist gleich geblieben, vielleicht ist es einfach befremdlich, die Hände fremder Menschen im Mund zu haben.

Christoph Heimer nimmt sich dieses Themas an, ohne es wirklich zu behandeln. In seinem kurzweiligen Feuerwerk Dentophobia spielt er die Klaviatur des Filmemachens mit beachtlicher Präzision, vorallem, wenn man bedenkt, dass es sich hierbei um seinen Bewerbungsfilm für die Filmhochschule gehandelt hat. In Ludwigsburg hat es dann, verdientermaßen, auch geklappt mit der Aufnahme.



Im Internet hat Dentophobia im Laufe der Zeit eine große Bekannt- und Beliebtheit erlangt, allein auf Youtube ist das Video mehr als 20.000 mal angesehen worden.